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Details
STATUS
Das Galah ist ohne Zweifel der am weitesten verbreitete Papagei Australiens. Niemand weiß genau, wie viele Vögel der Kontinent beherbergt
und die Spekulationen und Schätzungen liegen weit aus einander. Die Rede ist von ein-, zwei-, drei- … bis zu zehn Millionen Tieren.
Der starke Zuwachs an Tieren gerade in den südlichen Regionen ist vermutlich auf Veränderungen des Klimas zurückzuführen, durch Zunahme
von Getreideanbau und der veränderten Bewässerungen der landwirtschaftlich genutzten Felder. Zuletzt haben sich die Rosakakadus gerade in
den südlichen Hochländern von New-South Wales stark verbreitet. In dieser Region werden die Senken und Hügeln der Berge gänzlich mit
Getreideanbau erschlossen. Hier brüten die Galahs sogar in Parks und Vorstadtgärten.
GEWOHNHEITEN
Rosakakadus sitzen in den Städten und in den äußeren Vororten der großen Städte gerne auf Telefonleitungen.
Dort hängen sie mit dem Kopf nach unten von der Leitung und haben in den Outbackbezirken schon mehrfach für Ausfälle in der Fernmeldetechnik gesorgt.
Die zum Teil Hunderte von Tieren zählenden Gruppen sitzen auf der obersten Leitung die sich durch das Gewicht soweit
durchbiegt, das sie mit den darunter
liegenden Leitung in Berührung kommen und so Kurzschlüsse verursachen.
Wenn sie sich in den Abendstunden auf den Weg zu ihrem Schlafbaum machen, absolvieren die Tiere regelrechte Kunstflüge und toben sich, begleitet von
lautem Geschrei, gerne noch einmal richtig aus.
Gefahren sind vor allem für die jungen Vögel im Straßenverkehr zu suchen, wenn sie vom Boden neben Landstraßen durch Autos aufgeschreckt aufsteigen
und von den Fahrzeugen erfasst werden. Natürliche Feinde sind in Falken und einige der größeren Geier zu suchen.
BEWEGUNGEN
In zentralem Queensland westlich von Townsville, sollen Galahs nomadisch umherziehen
und gelegentlich in unermesslichen Mengen auftauchen.
Berichten zufolge brühten die Galahs entlang dem Fluss Gasgoyne in Westaustralien und wandern nach der Brutzeit in Scharen wieder ab.
Vögel die bei einem Versuch die in den 60’er Jahren mit einem Band versehen wurden , hielten sich meist in der Nähe der Markierungspunkte auf.
Es gab aber auch Tiere, die sehr weite Strecken zurückgelegt haben. So war ein Vogel zwischen September 1963 und August 1965 von Südaustralien
bis nach Pira, Victoria geflogen und hatte eine entfernung von 296 Meilen (rund 474 km ) zurückgelegt. Ein anderer Vogel, der im Oktober 1965 nahe
Lucindale, Südaustralien markiert wurde konnte im April 1967 in Portland, Victoria, 105 Meilen (168 km) entfernt gesichtet werden.
SOZIALVERHALTEN
Rosakakadus sind ein in hohem Grade Sozialtiere und bilden in der Regel Partnerschaften auf Lebenszeit. Sie zeigen ihre
Zuneigung durch gegenseitiges putzen und kraulen der Gesichtsfedern. Das Auftreten der Rosakakadus erfolgt in Gruppen
von 4 bis zu mehreren hundert Tieren. Dabei teilen sie sich nicht nur die Schlaf- und Rastplätze sondern auch Nahrungsquellen
was aber kleinere Streitigkeiten nicht ausschließt. Wenn die Gruppe frisst, hält ein Vogel Wache um den Schwarm vor Gefahren
zu warnen. Eine solche Gefahr könnte zum Beispiel eine Gruppe einer anderen Kakaduart sein.
Die Tiere sind sesshaft und bleiben meist in ihrem Bereich. Gelegentlich kommt es zum Zusammenschluss zweier Gruppen oder
zur Abspaltung eines Teils der Tiere von der Gruppe. Auch die Vermischung mit artfremden Schwärmen kommt gelegentlich vor.
Sich einer solchen Gruppe anzunähern ist dann nahezu ausgeschlossen. Nur wenn die Gruppe ausschließlich aus Rosakakadus besteht,
ist es möglich etwas näher an die Tiere heran zu kommen. In diesem Fall zeigen sie sich weniger ängstlich und etwas zutraulicher.
Galahs scheinen oftmals tollpatschig. Wenn sie wie Ameisen am Boden wild und Kreuz und Quer umher rennen, treten sich sich
gegenseitig auf Füße und Flügel. Kleine Käbbelein sind völlig normal. Ebenso das Ausstrecken eines Fußes um einen anderen
Vogel auf Distanz zu halten. Aber genau so oft passiert es, dass der abzuwehrende Vogel in den ihm entgegengestreckten
Fuß zwickt. Der Boden ist auch das Areal für ausgiebiges spielen dieser kleinen rosanen Energiebündel.
Sie werfen sich auf den Rücken und flattern, spielen mit kleinen Stöcken oder machen urplötzlich Luftsprünge die meist mit ihrem
lauten, eindringlichen, kurzen Schrei untermauert werden.
Eine bevorzugte Tätigkeit der Rosas ist das Putzen. Manchmal scheinen sie sich unendwegt zu putzen. Vor und während
der Paarungszeit ist auch das gegenseitige Putzen sehr beliebt, dass auch den Zusammenhalt der monogam lebenden Tiere dokumentiert.
Es ist schon des öfteren beobachtet worden, dass der Partner eines auf einer Landstrasse von einem Fahrzeug erfassten und getöteten Rosas
versucht den leblosen durch anstubsen mit Schnabel oder Fuß wieder auf die Beine zu helfen.
Während der heißen Mittagsstunden sind Rosakakadus häufig in Bäumen zu finden, wo sie Rast machen und einen kleinen Mittagsschlaf
abhalten. Auch in der Gefangenschaft ist dieses Verhalten zu beobachten.
Da der Rosakakadu ein Scharentier ist, sollte er auch in der Gefangenschaft (wie alle anderen Vogelarten auch) nicht einzeln
gehalten werden. Die Tiere bilden ein sehr enges soziales Netz zu ihrem Umfeld. Ist kein weiterer Vogel in diesem Umfeld,
nehmen der Mensch oder gar andere Haustiere diese Position ein. Eine menschliche Bezugsperson ist für einen Vogel äußerst
zweifelhaft, da der Mensch sich nicht 24 Stunden um das Tier kümmern kann. Genau dies erwarten aber die allermeisten Kakaduarten
von ihrem Umfeld ohne dem es binnen kürzester Zeit zu Verhaltensstörungen und Rupfen kommt. Wer nicht zu dem Kreis der
Bezugspersonen zählt wird gemieden, manchmal sogar angegriffen.
Alle Fotografien unterliegen dem Copyright von rosakakadu.com
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