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Mutationen
Wer
einmal Gelegenheit hatte sich einen der riesigen Schwärme von umherziehenden Rosakakadus (Galahs) in den weiten Australiens
genauer anzusehen, hat vielleicht eine Entdeckung gemacht: farblich anders gezeichnete Galahs, so genannte
Mutationsformen die sehr selten und bei einigen Züchtern sehr begehrt sind.
Bis heute kann niemand mit Gewissheit sagen, wie viele Rosakakadus wirklich in den Weiten des australischen Kontinents
zuhause sind. Schätzungen reichen von ein-, zwei-, drei- bis zu zehn Millionen. Und gerade weil es so viele von Ihnen gibt,
ist es nicht weiter verwunderlich, dass es hin und wieder zu Mutationen kommt.
Das diese Mutationsformen relativ einfach entdeckt werden konnten, hängt nicht zuletzt damit zusammen,
das die Rosakakadu bis in Stadt- und Wohngebiete vordringen und leichter eingefangen werden können als die anderer Vogelarten.
Die allermeisten der bei Züchtern gehaltenen Tiere einer Mutationsform sind Nachzuchten dieser Wildvögel. Der Export von Galahs
wurde seitens der australischen Regierung verboten und Farmer die um ihre Erträge fürchten bekommen nicht ohne weiteres
eine Abschussgenehmigung. Dagegen ist es für Züchter ein leichtes, eine Fanggenehmigung für die Zucht zu erhalten.
Ein seltenes Exemplar ist sicher die weiße Mutationsform. Während die Brust und der Kopf wie bei wildfarbenen Tieren rosarot
leuchten, sind die sonst grau gezeichnetem Schwung- und Schwanzfedern bei diesen Tieren schneeweiß. Diese Vögel sind
keine Albinos, sie haben dunkle Augen und dunkle Füße. Doch im Vergleich zu wildfarbenen Vögeln weisen die Weißflügel
Galahs einen geringeren Anteil an Melanin-Pigmenten auf.
Es ist sehr schwer einen solchen Vogel in der freien Natur zu entdecken. Lichtverhältnisse, Scheu, Geschwindigkeit und
evtl. artfremde Kakadus innerhalb eines Schwarms machen es fast unmöglich ein solches Tier ausfindig zu machen.
Bild: Ronald Breckon
(Züchter Neuseeland)

Der Weißflügel ist aber nur eine Art der in freier Wildbahn vorkommender Mutationen. Eine weitere Mutation, die dem Weisflügel
Galah sehr stark ähnelt ist der Lutino. Lutinos haben pinkfarbene Augen und Füße. Sie sind etwas häufiger anzutreffen als
die Weißflügel-Galahs.
Bild: Ronald Breckon
(Züchter Neuseeland)
Außerdem dem Lutino und dem Weißflügel sind bis heute noch folgende Farben bekannt:
- „blaue“ (das Grau sieht bläulicher aus, Rosa ist vollständig dem Weis gewichen)
- „Lutino“ (das Grau ist Weiß, die Augen und Füße sind rosafarben)
- „Silber“ (das Grau ist sehr hell)
- „Zimt“ (das Grau wird hell und brüniert)
- „schwarz-gemustertes Weiß“ (das Grau ist weiß, Augen und Füße sind normal)
- „whitewhing“ (Weißflügel, entspricht dem schwarz-gemusterten)
- „geschecktes“ (ausgedehnte weiße Flecken im Rosateil).
Es existieren Gerüchte, wonach es noch „gelbe“ und „weiße“ gibt. Beim Gelben ist der Grauanteil weiß und der Rosanteil gelb.
Der weiße soll vollkommen weiß sein. Allerdings ist seine Existenz ehr eine Legende. Die Preis die Züchter für solche Tiere zahlen
sind kaum vorstellbar. So soll z.B. ein europäischer Züchter für einen Grauen Galah (der illegal exportiert hätte werden müssen)
eine Summe von 150.000 Euro geboten haben. Jedoch blieb das Tier in der australischen Zucht und zog schon im ersten Jahr vier
Jungtiere auf.
Australischen Züchtern zufolge sind die erwachsenen Vögel der Mutationen wie die wildfarbenen Galahs sehr widerstandsfähig,
die Jungvögel sollen hingegen sehr empfindlich sein. Demnach soll die Immunabwehr im ersten Lebensjahr schwächer sein
als bei anderen Papageien und im Falle einer Erkrankung sprechen die Tiere nur sehr schlecht auf Medikamente an.
Innerhalb der Mutationsformen, so heißt es weiter, seien die weißen am anfälligsten. Wenn allerdings das erste Lebensjahr
vollendet sei, so würden keine nennenswerten Probleme mehr auftauchen.
Der Hang zur Fettleibigkeit ist bei diesen Tieren scheinbar noch weiter ausgeprägt als bei den wildfarbenen Artgenossen,
was sich negativ auf ihre Fortpflanzung auswirkt.
Einem Teil der Information wurde einem Bericht von Roland Seitre im WP-Magazins 4/99 entnommen.
Rosakakadu.com sagt vielen Dank für die freundliche Unterstützung und Genehmigung.
Alle Texte und Fotografien unterliegen dem Copyright von rosakakadu.com © 2005-2010 Letzte Aktualisierung dieser Seite vom 18.01.2009
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